09.03.2020

Vom Alleinreisen als Frau mit Camper – Meine Erfahrungen

Die Sonne ist gerade untergegangen und es wird langsam dunkel. Kleine Wellen treffen auf den steinigen Strand, die Lichter von Rovinj spiegeln sich im Meer. Ich schlendere langsam zurück zum Campingplatz. Die erste Urlaubsnacht liegt vor mir. So richtig auf diesen Urlaub freuen kann ich mich gerade irgendwie nicht. Etwas in mir fragt sich, was zur Hölle ich da eigentlich mache. Was hab ich mir bloß dabei gedacht? Alleine reisen. Hm. Es fühlt sich komisch an, diesen Abendspaziergang alleine zu bestreiten. Alleine zurück zum Campingplatz. Alleine zum Waschhaus, vorbei an Familien und Pärchen. Alleine einschlafen. Alleine aufwachen. Alleine kochen, essen, spülen, aufbauen, abbauen, chillen, wandern, entdecken. Alles alleine. Ja, denke ich. Was zur Hölle mach ich hier eigentlich?


Und dann fällt mir ein, dass ich das alles ja genau so vorhatte. Ich hatte überhaupt nicht in Betracht gezogen, diese erste weitere Caddyreise mit irgendjemandem zu teilen. Ich wollte Hedwig für mich ganz alleine und war so inspiriert von anderen Mädels mit Bullis und Campern, die alleine reisen. Wenn die das können, kann ich das auch, dachte ich. Es war ein Experiment, und mir war von Anfang an klar, dass es auch nach hinten losgehen könnte. Aber dass mich diese Gedanken gleich am ersten Abend einholen, damit hatte ich nicht gerechnet. 

Es war nicht meine erste Reise alleine, aber die bisher längste und weiteste.